In diesem Artikel zeige ich Euch, wie wir für diese Seite unsere Illus­tra­tionen erstellen.

Skizze

Skizze

Zunächst fertigen wir eine Skizze des Motives an, welches wir illus­trieren möchten. Ich mache dies neuer­dings mit Affinity Photo für IPad Pro. Dies lässt sich aber genauso gut mit anderen Apps reali­sieren. Ebenso ist es möglich eine Handskizze einzu­scannen, abzufo­to­gra­fieren oder mit einem Grafik­ta­blett zu arbeiten.

 

Ich verwende für meine Skizzen einen weichen Pinsel mit wenig Fluss. Bei aktivierter Druck­er­kennung entstehen so Skizzen, die einer Bleistift­skizze ähneln. Dies hängt natürlich vollkommen vom persön­lichen Geschmack ab und spielt für das spätere Resultat eigentlich keine Rolle.

Skizze einladen

Wir öffnen Affinity Designer und wählen in der Menüleiste Datei >> Öffnen. Wir wählen unsere Skizze aus dem Datei­system und öffnen diese. Affinity Designer übernimmt nun alle eventu­ellen Pixele­benen.

Skizze vekto­ri­sieren

Pfade

Anschließend wählen wir das Zeichen­stift Werkzeug (P) und ziehen in sich geschlossene Elemente als einzelnen Pfad nach. Die Pfade dürfen sich dabei ruhig überlappen. Das lösen wir nachher über die Ebenen­rei­hen­folge.

Übrigens: Wenn wir mit dem Zeichen­stift Werkzeug arbeiten können wir durch gedrückt­halten der Strg-Taste temporär das Knoten­werkzeug aktivieren, sobald wir diese wieder loslassen ist das Zeichen­stift Werkzeug wieder aktiv. So kann der Pfad schnell angepasst werden, ohne das zwischen Werkzeugen gewechselt werden muss.

Farben

Farben

Nun können wir für jede Kurve eine eigene Füllfarbe wählen. Für die Haut habe ich z.B. (HSL 30, 100, 90) benutzt. Etwas hellere oder dunklere Hauttöne bekommen wir indem wir etwas mit den Reglern experi­men­tieren. Wir müssen nur aufpassen, dass die Haut nicht zu orange wird.

Übrigens: Ich gebe die Farben gerne in HSL an. HSL steht für (Hue-Saturation-Lightness). Bei diesem Farbmodell wird zunächst eine Farbe gewählt, dann die Sättigung der Farbe und anschließend die Helligkeit. Dieses Modell orien­tiert sich somit sehr stark an der mensch­lichen Wahrnehmung und ist für uns besser "greifbar" als beispiels­weise RGB oder CMYK.

Details

Details

Jetzt fehlt es den Händen noch an Details. Ein bisschen Schatten, Akzente, Finger­nägel usw. Zu diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll die Kurven, die wir bisher gezeichnet haben zu gruppieren. Der Gruppe weisen wir temporär eine geringere Deckkraft zu, dass die Skizze noch durch­scheint. Schließlich müssen wir wissen wo die Finger­nägel sitzen und dergleichen.

Die Schatten und Akzente sind einfach nur Pfade, denen ich eine etwas dunklere bzw. hellere Füllfarbe zugewiesen habe. Auf dieser Weise entsteht ein moderner Tiefen­effekt.